Was ist denn das …? Gerätesatz Absturzsicherung

In diesem Bericht erklären wir die Einsatzmöglichkeiten für den Gerätesatz Absturzsicherung.

Veröffentlicht von FFBirkenfeld

Bei Feuerwehreinsätzen kommt es hin und wieder vor, dass wir in absturzgefährdeten Bereichen wie zum Beispiel steilen Böschungen oder ausgebrannten Dachstühlen arbeiten müssen. Um hier nicht in die Tiefe zu stürzen, schützen wir uns mit dem Gerätesatz Absturzsicherung.

Vorbereitung

Der Kamerad*, der im absturzgefährdeten Bereich arbeiten soll, zieht einen speziellen Brust-Sitzgurt an. An diesen wird nun ein Dynamikseil mit einem speziellen Knoten befestigt. Unterdessen wird von anderen Teammitgliedern ein geeigneter Sicherungspunkt gesucht. Ist dieser gefunden, wird er mittels einer Struppe oder Bandschlinge und einem HMS-Karabiner (HMS = Halbmastwurf) vorbereitet.

Ausrüstung

Zwischenzeitlich hat der Kamerad, der in den Bereich vorgeht, weitere Ausrüstung angelegt. Dazu gehören:

  • mehrere Bandschlingen mit Karabinern, um Zwischensicherungen zu setzen,
  • ein Sicherungsgerät zur Eigensicherung, um mit beiden Händen arbeiten zu können,
  • Helm,
  • Hanschuhe.

Wenn es darum geht, eine Person aus einem absturzgefährdeten Bereich zurück zu führen, kann eine Rettungswindel mitgenommen werden.

Szenarien

Die Szenarien, in denen mit dem Gerätesatz Absturzsicherung gearbeitet werden kann, sind definiert.
Muss beispielsweise eine Person gerettet werden, die nicht eigenständig zurück gehen kann, wird die Höhenrettungsgruppe für den Enzkreis alarmiert. Diese wird von unseren Nachbarn, der Feuerwehr Keltern gestellt. Die Kameraden dort sind speziell ausgebildet und arbeiten diesen Einsatz dann ab. Auf den Einsatzbereich „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ gehen wir in einem späteren Beitrag ein.

Letzter Check

Sofern die vorgenannten Kriterien nicht gegeben sind, wird der Kamerad in die vorbereitete Sicherung am Boden eingebunden. Anschließend erfolgt ein gegenseitiger Check. Dieser ist unverzichtbar. Hier wird kontrolliert, ob die Ausrüstung ordnungsgemäß angelegt ist und alle Knoten stimmen. Nach der Kontrolle kann der ausgerüstete Kamerad nun loslegen. Er wird auf seinem Weg ausreichend Zwischensicherungen setzen, um dann in seinem Arbeitsbereich sicher arbeiten zu können.

Sonderausbildungen & regemäßiges Training

Wo zu früheren Zeiten das Arbeiten in diesen Bereichen mit einem deutlich höheren Risiko behaftet war, können wir nun mit dem Gerätesatz Absturzsicherung sicher in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten. Damit wir mit dem Gerätesatz sicher arbeiten und die Vorgehensweise dafür beherrschen, ist einiges an zusätzlicher Ausbildung notwendig. Hierfür wurden drei Kameraden zu Lehrgängen entsendet. Diese sind befugt unsere Kameraden auszubilden. Dafür werden regelmäßige Sonderübungen angeboten. Somit bleiben wir fit für den Einsatz. Fit für Sie, getreu unserem Slogan: Wir für Euch! Ihr mit uns?

*Hinweis zur Geschlechterneutralität: Für eine bessere Lesbarkeit wird im Bericht zur Bezeichnung von Personen jeweils nur die maskuline Form angegeben. Die Angaben beziehen sich selbstverständlich auf Angehörige alle Geschlechter.

Aufreihung Bestandteile der Absturzsicherung