4.000 ehrenamtliche Stunden von der Abteilung Birkenfeld im Jahr 2025 geleistet

Abteilungsversammlung der Abteilung Birkenfeld

Veröffentlicht von FFBirkenfeld
Die Führung der Abteilung Birkenfeld mit den frisch ernannten Feuerwehrmann-Anwärtern. Von links nach rechts: Die beiden stellvertretenden Abteilungskommandanten Peter Kirchherr und Michael Jäck, Moritz Göring, Kevin Kastner und Abteilungskommandant Marc Ochner.

Mitte Januar fand die Abteilungsversammlung der Abteilung Birkenfeld statt. Im Anschluss an die Begrüßung der anwesenden Kameraden, Alterskameraden, Herrn Bürgermeister Martin Steiner und einer Abordnung aus dem Gemeinderat gab es ein gemeinsames Essen.

Danach hat Abteilungskommandant Marc Ochner über Personal- und Einsatzstatistik im vergangenen Jahr berichtet. Zum Jahresende betrug die Gesamtstärke der Abteilung Birkenfeld 95 Feuerwehrangehörige, darunter 55 Mitglieder der Einsatzabteilung, 22 Jugendliche, 16 Kinder, 20 Senioren und 2 Fachberaterinnen. Die Einsatzabteilung verzeichnete einen Zugang von 7 Personen. 1 Fachberater ist ausgeschieden und 2 aktive Kameraden sind zu den Senioren gewechselt.

In gesamt 760 Stunden wurden 40 Brand- und 40 Hilfeleistungseinsätze abgearbeitet. Mit einem weiteren Einsatz waren das 81 Einsätze für die Abteilung Birkenfeld im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2024 sind das etwa ein Drittel weniger Einsätze. Die meisten Brandeinsätze 2025 waren Brandmeldealarme.

Grundsätzlich haben wir aber auch Potenzial für Unwetter und Waldbrand. Hier hatten wir bisher Glück und wurden verschont. Auf solche Lagen können wir uns mit Ausbildung und entsprechenden Geräten vorbereiten. Durch Schadstoffbelastung im Einsatz besteht für Feuerwehrleute ein erhöhtes Krebsrisiko. Hier kann man sich durch entsprechende Ausrüstung schützen. Leider fehlt im Feuerwehrhaus Birkenfeld der Platz für eine vernünftige „Schwarz-Weiß“-Trennung. Wir können aktuell keine Trennung vom „schwarzen“ Einsatzbereich in den „weißen“ sauberen Bereich nach dem Einsatz darstellen, es fehlen zum Beispiel Duschen und Trennmöglichkeiten von privater und Einsatzkleidung im Spindbereich. Marc Ochner appelliert an die anwesenden Gemeinderäte, dass wir diesen Schutz verdient haben.

Einige Einsätze des vergangenen Jahres hat er mit Bildern in Erinnerung gerufen. Zu einem Hilfeleistungseinsatz vom Spätjahr hat er eine E-Mail vorgelesen, in welcher sich der Sohn einer verunfallten Person für unsere Hilfe bedankt, durch unseren Einsatz konnte diese Person gerettet werden.

Zu den Einsätzen kamen noch etwa 1.500 Stunden für über 20 Übungen. Zusammen mit Lehrgängen und Gerätewart-Aufgaben wurden 2025 von der Abteilung Birkenfeld etwa 4.000 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Nach weiteren Berichten von Schriftführerin Jasmin Knöller über den kameradschaftlichen Bereich, von Kassier Carsten Kübler zum Kassenstand und von den Kassenprüfern über eine einwandfreie Kassenführung hat Bürgermeister Martin Steiner einige Worte an die Versammlung gerichtet.

Bei der Ausrüstung werden keine Abstriche gemacht. Allerdings „steht der Elefant im Raum“, womit ein neues Feuerwehrhaus für die Abteilung Birkenfeld gemeint ist. Die Gemeinde hat sich auf das Krisenmanagement bei einem Katastrophenfall vorbereitet. An diesem und an der Feuerwehr wird nicht gespart. Allerdings bemängelt er die erheblich gestiegenen Preise für neue Feuerwehrfahrzeuge. Er weiß nicht, wie sich eine Gemeinde das noch leisten soll. Die Politik gibt immer mehr Aufgaben an die Kommunen weiter.

Der durch Bürgermeister Steiner beantragten Entlastung der Verwaltung wurde von den Kameraden einstimmig zugestimmt.

Marc Ochner konnte Moritz Göring, Kevin Kastner, Paolo Scorsone, Tim Chromik, Markus Schmidtke und Nico Kraft zu Feuerwehrmann-Anwärtern ernennen. Leider waren nu 2 dieser Kameraden anwesend.

Auch Kommandant Frank Oelschläger nutzte die Gelegenheit, zu den Kameraden zu sprechen.

Er stellte fest, dass „wer wenig hat, besser bedient ist“. Damit geht er auf die Kreisumlage ein, von welcher sich auch schon ärmere Gemeinden ein neues Feuerwehrhaus leisten konnten. Zu Beginn des vergangenen Jahres war es bei den Brandmeldealarmen etwas ruhiger. Dadurch erklärt sich auch der Einsatzrückgang. Zum Thema Personal zeigt er sich etwas überrascht, so ein „Kommen und Gehen“ von neuen Kameraden wie im Jahr 2025 hat er bisher noch nicht erlebt. Er macht darauf aufmerksam, dass die von der Politik genannten Personenzahlen im Ehrenamt für den Katastrophenfall vermutlich nicht stimmen. Viele Kameraden (auch von uns) haben eine Doppelfunktion, sind Mitglied bei der Feuerwehr im Wohnort und Tagesausrücker in der Gemeinde ihres Arbeitsplatzes.

Zum Ende der Versammlung lobte Gemeinde- und Kreisrat Hartmut Ochner die emotional ehrliche Ansprache unseres Bürgermeisters. Im Enzkreis gibt es ein großes Defizit bei den Finanzen, die Kreisumlage wird von 34 auf 40 Prozent steigen. Die Politik reicht die Aufgaben von oben nach unten durch.