Was ist denn das …? Der Mehrzweckzug

Der Mehrzweckzug kann u.a. zum Sichern von Lasten eingesetzt werden. Hier wird er erklärt!

Veröffentlicht von Philipp Braun

Der Mehrzweckzug ist ein Seilzugapparat, der im Gegensatz zu einer Seilwinde nicht fest an einem Fahrzeug montiert, sondern portabel ist. Der Mehrzweckzug wird in Feuerwehrkreisen auch „Greifzug“ genannt, was auf die Erfinderfirma (Tractel Greifzug GmbH) zurückgeht. Es gibt ihn in mehreren Größen. Bei der Feuerwehr Birkenfeld wird ein MZ 16 (16 kN Nennzugkraft) auf dem HLF 20 mitgeführt.

Zweck

Der Mehrzweckzug kann in jeder Lage (waagrecht, senkrecht und schräg) und in jede Richtung mit gleichbleibender Sicherheit eingesetzt werden, was ihn flexibler macht als eine fest verbaute Seilwinde. Er kann zum Halten, Ziehen, Heben und Ablassen von Lasten eingesetzt werden. Durch seine Beweglichkeit kann er auch in unwegsamem Gelände und bei abgelegenen Einsatzstellen eingesetzt werden.

Aufbau

Für die Arbeit mit dem Mehrzweckzug wird ein spezielles Stahlseil durch eine Zugvorrichtung gezogen, welches an einem Ende konisch geformt ist, um das Einführen in den Mehrzweckzug zu erleichtern. Am anderen Ende des Stahlseiles befindet sich je nach Typ ein Lasthaken oder Lastbolzen. Im Inneren des Mehrzweckzuges befinden sich zwei Klemmbackenpaare, welche wechselseitig jeweils ein Halten und ein Ziehen des Seiles ermöglichen. Dies bedeutet, dass die Last nie ungesichert ist, da sie immer durch mindestens ein Klemmbackenpaar gehalten wird. Hierbei wirkt das Prinzip der Selbsthemmung: Je stärker die zu ziehende oder zu hebende Last ist, desto mehr ziehen sich die Klemmbackenpaare zusammen.

Wirkungsweise

Durch Vor- und Rückwärtsbewegung an einem Bedienhebel kann die am Stahlseil befestigte zu bewegende Last entweder millimetergenau abgelassen oder gezogen bzw. angehoben werden. Hierbei wird in der Regel der Mehrzweckzug an einem geeigneten Festpunkt und die Last mittels Anschlagmittel (Ketten, Seile, Rundschlingen, Schäkel) befestigt. Durch den Einsatz einer oder mehrerer loser Rollen kann die Nennzugkraft vervielfältigt werden (Prinzip des Flaschenzuges).

Wenn Sie noch mehr über die Geräte und Ausrüstung der Feuerwehr erfahren oder sogar bei uns mitmachen möchten, melden Sie sich gerne bei den jeweiligen Abteilungskommandanten. Die Kontaktdaten finden Sie unter www.FFBirkenfeld.de.

Bleiben Sie gesund!

(dm)